Abhängigkeit
Abhängigkeit ist der Zustand, unter etwas oder jemandem hängendem zu stehen, das heißt, unter dem Einfluss von etwas Höherem zu sein. Diese Position kann entweder negativ betrachtet werden, wenn man von etwas oder jemandem abhängt, der die Entwicklung einschränkt, oder positiv, wenn man von etwas oder jemandem abhängt, der die Entwicklung fördert. So kann die Abhängigkeit ein Gefühl von Bedauern oder Glück vermitteln, wenngleich in unserer Zeit dieses Wort öfters negativ verstanden wird als etwas was auf jeden Fall vermieden werden sollte. Da es jedoch unmöglich ist, von allem absolut unabhängig zu sein, wäre es ratsam, bewusst eine Abhängigkeit von dem zu wählen, was unsere Entwicklung fördert, anstatt uns Grenzen zu setzen. Der Versuch, jede Art von Abhängigkeit zu vermeiden, führt normalerweise zu einer Abhängigkeit von etwas Unbestimmtem, Trübem, Unbekanntem, Unklarem und daher auch nicht Hellem. Dies gilt auch dann wenn es sich um eine Abhängigkeit von sich selbst handelt. Eine unentwickelte Person wird auch unentwickelt bleiben, wenn sie sie nicht bewusst unter den Einfluss eines weiter entwickelten Menschen stellt, das heißt in die Abhängigkeit von ihm begibt, die für die Entwicklung förderlich ist.
Alleinverantwortung
Alleinverantwortung ist das Prinzip des Systems- oder Strukturaufbau. Das Prinzip der Alleinverantwortung ist im Sonnensystem, im Nervensystem und dementsprechend im System des gesamten Organismus, einer lebenden Zelle und sogar eines Atoms vorhanden. Praktisch alle Lebewesen bauen auf diesem Prinzip auf, das im Wesentlichen die Beschaffenheit des Lichts ausdrückt. Licht wird immer aus einem Punkt, aus einer Quelle geboren, während die Dunkelheit von überall her, von einer Vielzahl ausgeht. So ist die Alleinverantwortung das Prinzip des Ursprungs, des Lichts. Im Gegensatz zu ihm ist das Prinzip der pluralistischen Führung — auch das Prinzip der Gleichheit genannt — das Prinzip der Vielzahl, der Dunkelheit. Strukturen, die auf dem Prinzip des Lichts aufbauen, sind vollständig, zentralisiert und oft hierarchisch. Strukturen, die auf dem Prinzip der Dunkelheit basieren, sind chaotisch oder streng geregelt, aber tot — so wie ein Ball, ein Würfel, ein Polyeder.
Axiom
Ein Axiom ist ein Grundsatz, der keines Beweises bedarf. Aus dem Altgriechischen übersetzt ist Axiom eine Ehre, Würde, etwas Ehrenwertes, was verlässlich, unbestreitbar, allgemein anerkannt ist. Mit anderen Worten, dies ist eine Aussage, die darauf hinweist, dass der Sprecher die Wahrheit spricht, sie mit seiner Ehre und Würde bestätigt oder dass er selbst der Ehre würdig ist oder dass dies von einem Kreis angesehener Menschen bestätigt wird, die Ehre und Würde haben. In der modernen Welt wird als Axiom nur das genommen, was nach Ansicht der Mehrheit der Menschen mit ungewissen Eigenschaften wahr ist. Ganz zu schweigen von der Qualität der Menschen in jedem Kreis, ist die Gesellschaft ein vielschichtiges, dunkles Phänomen, das absorbiert und nicht ausstrahlt und daher nicht in der Lage ist, die Wahrheit auszustrahlen und die Existenz von irgendetwas zu bestätigen. Die Tatsache dass etwas allgemein als gültig anerkannt ist kann daher kein Zeichen der Wahrheit sein. Dagegen kann eine wahre Aussage oder eine Behauptung über die Existenz von etwas sehr wohl von einem Individuum gemacht werden, das heißt von einer Person, an deren Ehre und Würde im entsprechenden Personenkreis keine Zweifel bestehen. Um so mehr wenn diese Person diese Behauptung logisch, das heißt zusammenhängend aufbaut, und seine Vision (Theorem) dargelegt, die Phänomene des Lebens erklärt.
Degradierung
Der Begriff der Degradation wird durch eine Kombination des Präfixes “de” — “runter” und des Wurzelwortes “gradior” — “schreiten” gebildet. Zusätzlich gibt es ein Präfix “di”, was “zwei”, “in zwei spalten” bedeutet. Dementsprechend ist die Vereinigung eine Bewegung zum Höchsten — dem Einen, die Degradierung — eine Bewegung zum Niedrigsten — der Vielzahl.
Dezentralisierung
Dezentralisierung ist das Prinzip der Gleichheit oder Gleichberechtigung, das darin besteht, dass Menschen oder Elemente des Systems durch eine abstrakte Einheit vereinigt werden, die von ihnen als ihre führende Kraft angesehen wird. Dies kann ein Gefühl von Freiheit, Liebe, Einheit, Harmonie, Nationalität oder einer anderen Zugehörigkeit sein. In anderen Systemen, die sich nicht auf die Beziehungen zwischen Menschen beziehen, kann dieses Gesetz als Prinzip der Harmonie bezeichnet werden. Dabei wird das Zentrum nur erraten, aber nicht explizit angegeben, wodurch wir Kombinationen von Elementen des Systems beobachten, die ein gewisses angenehmes, ausgleichendes und beruhigendes Gefühl vermitteln. Dieses Prinzip gilt zum Beispiel in der Kunst, Architektur und Design. In Übereinstimmung mit dem LiveDevice-System regelt das Prinzip der Dezentralisierung die äußere, soziale Realität. Das Gegenteil ist das Prinzip der Zentralisierung. In der Hierarchie der Managementprinzipien steht es höher, da er die interne oder natürliche Realität kontrolliert.
Dienst
Der Dienst ist die Aufopferung von sich selbst und eigenen Interessen für etwas oder jemanden Höheren. “Etwas Höheres” ist entweder ein ewiger Kern aus der höheren Welt oder ein bewegliches subtiles Wesen aus der feinstofflichen Welt. So ist Dienst ein Opfer an einem bestimmten, verkörperten oder körperlosen Subjekt, das ein Mensch über sich stellt und das ihn zu einer höheren Realität führt, zu einem höheren Sinn oder wird selbst zu einem Sinn für ihn. So oder so opfert sich ein Mensch bewusst oder unbewusst für einen bestimmten Sinn, Wesen oder Wesenheit, auch wenn er einfach ein Büroangestellter ist. Im Russischen enthält das Wort “Dienst” die Wurzel ähnlich wie in “Lager”, “Löffel”, “erlogen”, was etwas Leeres bedeutet — das, wo man etwas ablegen oder reinlegen muss. Wenn jemand in den Dienst ging, zeigte er seinem Vorgesetzten bewusst, dass er “leer” war und bereit war, seinen Willen zu akzeptieren und ihm durch sich selbst hindurch zu leiten.
Dunkelheit
Dunkelheit ist eine Vielzahl von Elementen, es spielt dabei keine Rolle welcher, da die einzige Frage die Menge ist, die der Unendlichkeit gleichgesetzt wird. Es gibt neun Ziffer, die höhere Entitäten bezeichnen. Alles, was mehr als neun ist, ist Dunkelheit, die mit Null bezeichnet wird die dann zu der Hauptziffer hinzugefügt wird. Zehn Finger an Händen und zehn Zehen an Füssen des Menschen sind also Dunkelheit. Dementsprechend ist der Sinn aller Dinge, auf den der Scheitel gerichtet ist, das Licht. Im menschlichen Körper gibt es zwischen dem Sinn über dem Kopf und der Spitze eines Fingers oder eines Zehs neun Gelenke, und alles, was sich über die Fingerspitzen hinaus erstreckt, ist Dunkelheit. All dies deutet darauf hin, dass Licht und Dunkelheit Begriffe des Subjekts der menschlichen Natur sind. Sie sind höhere Wesen, wie sein Vater und seine Mutter. Dann wird die Etymologie des Wortes “Dunkelheit” im Russischen — “T’ma” oder Sanskrit — “Tama” verständlich. Das Wort bedeutet “das ist die Mutter”. Indem wir die Silben von rechts nach links lesen, wird es zur “Mat’” und “Mata” — “die Mutter”. Die Dunkelheit ist die große Mutter, aus der alle Formen, die wir brauchen, zu uns, ihren Kindern, kommen. Wir kleiden uns selbst in diese Formen und kleiden auch unsere Produkte, mit denen wir in der Gesellschaft Austausch treiben. Vom Vater empfangen wir das Licht — den Sinn, den Kern.
Echtes
Das Echte ist etwas Wesentliches, das einen Kern in sich trägt. Im Russischen bedeutet das Echte auch “das auf etwas Stehende”, das heißt etwas, was auf einem in vielerlei Hinsicht erprobten realen Leben steht, woran kein Zweifel besteht. Es gibt keine Zweifel, dass natürliche Phänomene echt sind. In Bezug vom Menschen hergestellte Gegenstände können dagegen Zweifel aufkommen. Der Mensch könnte einfach etwas von der Natur gewinnen, und es wäre schon etwas Echtes. Das erste Merkmal und der erste Grad des Echten sollte also aus natürlichen Bestandteilen bestehen. Wenn das aus der Natur gewonnene vom Menschen so verarbeitet wird, dass es zusätzliche Eigenschaften und Qualitäten erlangt, können wir vom zweiten Merkmal und dem zweiten Grad des Echten sprechen — seine schöpferische Fähigkeit. Wenn ein Gegenstand nicht nur nützlich oder schön ist, sondern für eine bestimmte Person geschaffen wurde und ihre einzigartigen Tugenden unterstreicht, hat er das dritte Merkmal und den dritten Grad des Echten erreicht. Wenn der Schöpfer auch einen höheren Sinn in seinem Produkt verwirklicht oder es ihm gelungen ist, den Verbraucher des Produkts auf einen hohen Sinn aufmerksam zu machen und ihn über den Sinn des Lebens oder etwas Erhabenes nachdenken zu lassen, kann dies als viertes Merkmal und Grad des Echten betrachtet werden.
Egoismus
Das Ego ist das Selbst des Wesens, sein “Ich”, die Individualität. Ego und Egoismus werden oft verwechselt. Egoismus ist ein Zustand der Besessenheit vom eigenen Ego, wenn ein Mensch um seiner selbst willen lebt und handelt. “Um willen” bedeutet, dass er das will und es ihn freut, das heißt, um dessen Willen ein Mensch lebt, bringt ihm Freude. Dem Egoist bringt es Freude, für sich selbst zu leben. Im Gegensatz dazu bringt es dem Altruist Freude, etwas Höherem oder jemandem Höherem als sich selbst zuliebe zu leben: alto — hoch, true — Wahrheit, ist — ist oder Wahr.
Entwicklung
“Ent-” — ein Präfix, das Hinwendung zu einem Gegenüber, den aufhebenden Gegensatz einer Handlung ausdrückt, bzw. wenn etwas wieder rückgängig gemacht, in den Ausgangszustand zurückgeführt wird. “-wicklung” — bedeutet etw. Langes und Elastisches mehrmals um etwas “ein-wickeln”. Entwicklung ist also ein Vorgang bei dem sich etwas um den “Eins” “ent-wickelt”, ein Leben, das herumwirbelt, um bei etwas Wichtigem zu helfen und zu unterstützen. Entwicklung findet statt, wenn das Leben sich dem Wesenskern opfert, aus dem Grund und für den es geboren wurde.
Erbe
Das Erbe ist eine Spur des Lebens eines Menschen, die den Erben von ihrem Vorfahren verbleibt. Es können einige Wertgegenstände sein, oder ein Haus, eine Produktionsanlage, eine Kunstfertigkeit mit all ihren Geheimnissen oder die Struktur von treuen Menschen, in der wie in einer Familie anstelle des verstorbenen Oberhaupts, das jetzt ein Vorfahr geworden ist, sein Nachfolger die Führung übernimmt. Außerdem könnte der Vorfahr das Wissen hinterlassen, das ihm und anderen Menschen helfen würde, richtig zu leben, sich zu entwickeln und erfolgreicher zu sein. Eine Erbe kann daher sowohl für denjenigen, der es hinterlässt, als auch für Erben, Nachfolger oder Anhänger von unterschiedlicher Bedeutung sein. Das Erbe soll die Nachfolger in die richtige Richtung führen, ohne sie ihrer individuellen Eigenschaften, ihres Potenzials und ihrer Ziele zu berauben. Es soll ihnen eine höhere Bedeutung verleihen und aufzeigen, wie all dies zur Stärke des Rods — des ersten und höchsten Vorfahren beitragen kann. Daher kann das Erbe das höchste Geschenk der Ahnen oder ein Geschenk des höchsten Ahnen sein, mit dem Ziel, dass sein Nachfolger auch eigene Spuren auf diesem Weg hinterlässt, die seine Eigentümlichkeit, seine Stärke, seine Fertigkeit, sein Wissen, das im Laufe seines Lebens angehäuft wurde, zur vorigen Spur hinzufügt. So hinterlässt jeder nächster Nachfolger, der ein Vorfahr wird, sein wertvollstes Erbe. Wenn es dann tatsächlich über Generationen weitergegeben wird, wird es sehr stark und wertvoll, was sowohl Nachkommen als auch Vorfahren hilft, wenn sie bei ihren Urenkelkindern in ihrer eigenen Familie wiedergeboren werden.
Erkenntnis
Die Erkenntnis ist der Prozess des Bewusstwerdens dreier Dinge: der eigenen Existenz des Subjekts, des höchsten Ursprungs seiner Existenz und der Welt um ihn herum mit allen ihren Gesetzen und Gesetzmäßigkeiten. Die Erkenntnis vollzieht sich auf zwei Wegen — prinzipiell und sinnlich. Auf dem prinzipiellen Weg geschieht die Erkenntnis durch direkte Erfahrung des erforschten Wesens und seiner entsprechenden Form sowie durch die logische Verbindung aller vorhandenen Phänomene mit Hilfe eines universellen Maßsystems. Die sinnliche Erfahrung erlaubt dann alles, was durch das prinzipielle Verständnis erreicht wurde, ohne die Entfremdung vom realen Leben zu verifizieren und zu bestätigen. Gleichzeitig findet man im universellen System von Maßen und Weltanschauung einen Platz für alles, was man sinnlich erlebt.
Erlösung
Das Konzept der Erlösung als Beseitigung von Beschränkungen oder negativer Einflussfaktoren kann auf verschiedene Ebenen menschlicher Existenz angewandt werden: auf die materiellen Mittel eines Menschen, auf seinen Körper, seine Gefühle, seine Ausdrucksformen oder seinen Geist. Wir benutzen dieses Wort am häufigsten in Bezug auf die Seele. Der begrenzende Einfluss für die Seele ist die irdische Welt, in der ein Mensch gegenwärtig lebt. Nach unserem Verständnis handelt es sich bei der Erlösung nicht um einen Drang nach einen Selbstmord oder um ein törichtes, erfundenes Verlangen, sich von der irdischen Existenz zu befreien. Wir messen diesem Konzept die Befreiung der Seele aus dem Kreislauf der Wiedergeburten auf der Erde bei, die nicht nach ihrem Willen erfolgen, sondern nach den karmischen Schulden dieser Welt, die die Seele aufgrund ihrer aktiven Handlungen im Laufe vieler Geburten angehäuft hat. Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet Karma “Handlung”. Die Seele kann Schulden entweder durch Handlungen zurückzahlen, die das negative Karma der Vergangenheit neutralisieren (Vergebung von dieser Welt erhalten), oder durch intensive asketische Praktiken, die die feurige Lichtkomponente der Seele verstärken, so dass ihre karmischen Spuren (“Sanskara” in Sanskrit) verbrannt werden, und die Seele wird dann in eine höhere Welt, näher an ihrer Quelle entlassen.
Form
Form (aus dem lat. Forma) ist eine äußere Form, Aussehen, Gestalt, Äußeres, Modell. Das Gegenteil von Form ist der Inhalt. In ihren Beziehungen kann sich der Inhalt ändern, und die Form stellt ein System stabiler Verbindungen des Subjekts dar. Die Inkonsistenz von Form und Inhalt, die sich im Verlauf der allgemeinen Entwicklung ergibt, wird durch die Zerstörung der alten und die Geburt einer neuen Form entsprechend dem geänderten Inhalt vollbracht. Der Begriff “Form” bezieht sich auch auf die interne Organisation des Inhalts und ähnelt dem Begriff “Struktur”.
Fraktal
Der Begriff Fraktal stammt aus dem lateinischen Fraktus — “zerdrückt”, “gebrochen”, “zerschlagen” — und bedeutet eine Vielzahl, die die Eigenschaft der Selbstähnlichkeit besitzt, ein Objekt, das genau oder annähernd mit einem Teil von sich selbst übereinstimmt, das heißt wenn das Ganze dieselbe Form hat wie eines oder mehrere seiner Teile. Das Wort Fraktal ähnelt auch dem Wort Fraktion aus dem lateinischen fractio — “Bruch”, ein Teil eines Ganzen, ausgewählt nach einem bestimmten Merkmal. Beispielsweise können Fraktionen nach der Größe ihrer Partikeln oder Körnern unterteilt werden.
Freiheit
Freiheit ist die Fähigkeit oder das Recht des Subjekts, ohne Einschränkungen zu handeln. Im Russischen besteht der entsprechende Begriff “Svoboda” aus zwei Silben “sv” und “boda” oder aus zwei alten Wurzeln “se” und “bho”. “Se” bedeutet “selbst”, “das Seine”, “sein”. Im Sanskrit ist dies die Wurzel “sva” — “das Eigene”, wie im Wort “swami”, was heißt “sein eigener, der niemandem auf dieser Welt gehört”. Die zweite Wurzel “bho” bedeutet “Geist”, wie im Russischen “Bog” — “Gott” oder einfach “bo” — im Russischen “weil”, “die Ursache für etwas”, zum Beispiel “weil man will” oder “weil es regnet”, “weil ich es nicht weiß”. Im Sanskrit ist dies die Wurzel von “buddh” — Intellekt oder Buddha. In Anbetracht der Etymologie bedeutet “Svoboda” — Freiheit — “die Trennung oder Betrachtung des eigenen Geistes getrennt von allem anderen”.
Geschöpf
Das Geschöpf ist die in natürlichen, dichten Körpern verkörperter Kern: ins Feuer als eine heiße Dichte, Wasser als eine flüssige Dichte oder die Erde als eine feste Dichte.
Hierarchie
Hierarchie ist der Ursprung der Ordnung im System, ein übergeordnetes Element. Der Begriff ist vom lateinischen Wort abgeleitet das “priesterliche Autorität” oder “Opfer” bedeutet, da “Hieros” als “Held”, “Opfer” oder “Heiliger” verstanden werden kann. “Archie” ist der “Anfang”, “Macht”, “Herrschaft”. “Hierarchie” bedeutet also die Macht eines Menschen, der selbst ein Opfer des Höchsten ist. Nur derjeniger kann Opfer (Opfergaben) annehmen, der selbst bewusst ein Opfer des Höheren wird — so entsteht die Hierarchie.
Irrationalität
Irrationalität ist die Abwesenheit von der Gesetzmäßigkeit, die Unmöglichkeit, etwas durch den Verstand zu erfassen, aber die Möglichkeit, durch subjektive Wahrnehmung Erfahrungen zu sammeln. Wenn Rationalität eher dem Zustand der Klarheit im Subjekt in Gegenwart von Licht gleicht, ähnelt sich die Irrationalität dem Zustand des Subjekts in der Dunkelheit, wenn er nur eine reine Erfahrung erhält, ohne die Bedeutung dessen zu verstehen, was eigentlich geschieht.
Karma
Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet Karma “Handlung”. Jede Handlung der Seele, die auf der Erde im Körper verkörpert ist, hinterlässt eine Spur sowohl von der Handlung selbst als auch von ihrer Frucht, die zur Ursache neuer Handlungen und Ergebnisse wird. Durch ihre Handlungen kann die Seele den Schweregrad ihres Karmas erhöhen und in die gröbere Ebenen der Existenz auf der Erde absinken, oder sie kann allmählich von schweren Schulden befreit werden, indem geeignete Handlungen unter der Führung eines solchen Menschen durchgeführt werden, der höher steht und der Befreiung näher gekommen ist.
Kern
Der Kern ist das höchste und ewige Phänomen, das Bewusstsein besitzt und dem Licht ähnlich ist und auch aus einem Punkt ausgeht. Der Kern ist charakteristisch für das dünnste Medium — den Äther.
Kräfte
Kräfte sind eine subjektive Erfahrung jeglicher Empfindungen von Gedanken über Muskelschmerzen bis hin zur Anziehungskraft des eigenen Körpers auf die Erde. In diesem Fall bezieht sich dieser Begriff auf alles, was eine Person als umgebende und beeinflussende Kräfte wahrnehmen kann. Eine solche Technik kann für eine unvoreingenommene Wahrnehmung der von einer Person wahrgenommenen Prozesse nützlich sein, um sie nicht hinter vertrauten und scheinbar verständlichen Begriffen zu verbergen. Wenn wir ein solches Phänomen als “Gedanken” betrachten und es als eine bestimmte “Kraft” bezeichnen, die im Bereich unseres Lebens auftritt und sich auf eine bestimmte Art und Weise bewegt, in einer bestimmten Form und Qualitäten, die gefühlt und beschrieben werden können, dann wird auch dieses bekannte Phänomen für uns anderes erscheinen.
Kultur
Die Wurzel “Kult” im Wort Kultur bedeutet die Verehrung des Höchsten, “Ultra” — über, “Ra” — das Licht. Alles in diesem Begriff deutet also auf das Licht hin was oben ist, auf das was Sinn hat immer verehrt zu werden, damit es sich vermehrt und mehr wird. Man kennt auch den Begriff “Kultivieren” was “anpflanzen” oder “entwickeln” bedeutet. Eine Kultur ist auf das gerichtet, was als Quelle des Lebenssinns gilt — der Wahrheit. Das was ein Mensch für sich das Höchste hält, bestimmt das Niveau seiner Kultur. Geld im Bereich aller möglichen Beweggründe ist das Niedrigste unter allen und bietet seinen Bewunderern das niedrigste Kulturniveau.
Licht
Das Licht — im Russischen “svet” — ist eine strahlende Kraft, eine vom Auge wahrgenommene Energie, die die Welt sichtbar macht. Im Sanskrit bedeutet “shveta” weiß, hell, strahlend. Im altslawischen wird “svet” auch im Sinne “die ganze helle Welt” verwendet, im ukrainischen bedeutet “svit” eher das Mondlicht, das reflektierte Licht, welches mehr das Leben als die Lichtkraft selbst zeigt. Das Licht ist also eine Kraft, die von einem höheren Wesen ausgeht — der Sonne — und gleichzeitig ist es das reflektierte Licht, die beleuchtete Welt. Der Unterschied zwischen “svet” und “svit” liegt in der Wurzel, wobei “vet” sich zu verzweigen bedeutet, “vit” — sich zu verdrehen. So bricht sich ein durch ein transparentes Medium tretender Lichtstrahl und verzweigt dann weiter in sieben verschiedenfarbige Strahlen. Gleichzeitig breitet sich das Licht in unterschiedlichen Medien mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten aus, was die Bewegung eines Lichtwesens auf einem wirbelnden Träger zeigt. Der beleuchtete Wirbel des Mediums trägt ein Lichtteilchen in Form eines Atomkerns (“atma” ist die Seele im Sanskrit), wobei der Wirbel des Mediums selbst — die Elektronenwolke um ihn herum — einen Torus darstellt. Alle Materie besteht also aus einer Vielzahl von Atomen, Lichtteilchen, die von einer Elektronenwolke in ihrem Kern eingeschlossen sind — durch wirbelnde Strömungen, Trichter der Leere. So wie ein Atom von acht Elektronenschichten umgeben ist, wird die Sonne, eine große Einheit, von einer Wolke aus acht Planeten (Welten) getragen, acht Trichter, die das Licht von ihr absorbieren und sich unter ihrem Einfluss um sie drehen. Alle Welten sind fraktal aufgebaut und basieren auf dem gleichen Szenario einer Wechselwirkung von Licht und Dunkelheit, Kern und Form, wobei der Kern homogen ist und die Form aus acht Schichten besteht.
Logik
Die Logik stellt konsistente Urteile als Folge von Axiomen dar, das heißt verifizierte Behauptungen, die durch Logik zu einem einzigen klaren Konzept verbunden sind — zur Vision, die bestimmte Phänomene des Lebens erklärt. Oft verwenden Menschen Logik, ohne sich auf die Existenz der Phänomene zu konzentrieren die in der Erklärung verwendet werden. Zum Beispiel macht es keinen Sinn Logik zu verwenden, um zu verstehen, warum die Aliens zu uns nicht kommen, wenn wir nicht wissen, ob sie überhaupt existieren oder nicht. Logik sind also die “Lags” — Brücken zwischen existierenden Phänomenen, von deren Existenz die Menschen bereits überzeugt sind.
Maß
Das Maß ist ein Referenzwert, mit dem etwas gemessen wird. Die Wurzel dieses Wortes ist im russischen auch in den Wörtern “замереть” — “still stehen” oder “замерзание” — “einfrieren” präsent, was die Eigenschaft der Stabilität und der Festigkeit zeigt, die in diesem Konzept enthalten sind und auch in den Ausdrücken “Vorsichtsmaßnahme” oder “Maßnahmen ergreifen” ausgedrückt werden, was im Wesentlichen ein stabiles und konkretes Lösungsmittel für dieses oder jenes Problem ist. Das Maß ist also etwas Stabiles und Konkretes, was ein Referenzwert für die Messung, Gegenüberstellung oder den Vergleich ist.
Meditation
Meditation ist der Prozess, bei dem die Aufmerksamkeit auf subtile Phänomene gelenkt wird, die man durch eigenen Körper fühlen kann, um die Erfahrung dessen zu bekommen, was der Meditierende gerne wissen möchte. Empfindungen selbst können als subtile Kräfte benannt werden, die unser Leben formen. Die Aufmerksamkeit auf die eine oder andere Empfindung zu lenken, weckt die entsprechende Kraft auf und stärkt so einen bestimmten Aspekt des Lebens. In der subtilen Welt der Empfindungen gibt es keine Grenzen des Körpers, Raums und Zeit. Somit kann man mit Hilfe der Meditation alles erfahren, was in verschiedenen Realitäten (Welten) sowie in der Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft existieren kann.
Mission
Mission ist die höchste Vorherbestimmung des Menschen. Der Begriff ist verwandt mit dem lateinischen Wort missio — “Sendung”, “Nachricht” oder spanischen Mesa — “Tisch”, “Essen”, oder in arab. messiah — Messias, “Gesalbter”, mit Öl gesalbt, das heißt, Olivenöl, was Gottes Botschaft bedeutet. So brachte die von Noah zur Auskundschaftung entsandte Taube ein Olivenblatt im Schnabel, als Zeichen dafür, dass Gott den Menschen vergeben hatte, und das Wasser zurück ging und die Erde für das Leben freigab. Daher ist eine Mission eine Botschaft von Gott in Form eines Segens, wie eine geheiligte Speise, die in sich die Vergebung und das Gute von Gott trägt. Eine Mission zu haben bedeutet zu wissen, was Du um des Höheren willen tust. Ein Mensch kann von verschiedenen Ebenen seines Seins aus handeln: aus der Notwendigkeit, aus dem Wunsch, aus dem Ziel, aus dem Sinn oder aus der Mission, die auf den Körper projiziert werden und fünf Ebenen von LiveDevice anzeigen: das Becken, das Abdomen, die Brust, den Kopf und den Raum über dem Kopf — von wo es die Mission kommt.
Natur
Das richtige Verständnis des Wortes Rod gibt auf natürliche Weise auch das richtige Verständnis des Wortes Natur was im russischen “Priroda” heißt — etwas was “pri-Roda” i. e. “bei Rod” ist. Es ist offensichtlich, dass die Natur das ist, was mit und bei Rod ist, das heißt mit Gott, unter ihm, unter seiner Schirmherrschaft. Das Wort Natur kann auch als “lokalisiert bei etwas was steht, wabert, wächst (ord oder ortho)” verstanden werden. Der menschliche Körper ist vertikal, präsentiert also in erster Linie den Rod. Der Tierkörper ist horizontal und daher näher an der Natur. Im spirituellen Aspekt ist die Natur die Muttergöttin, wenn der Rod Gott der Vater ist.
Oberhaupt
Das Konzept des Oberhaupts ist nur in zentralisierten oder hierarchischen Strukturen von Menschen angemessen. Wenn sich ein Oberhaupt in einer Beziehung akzentuiert, natürlicherweise spielt der Rest die Rolle des Körpers in der Organisation. Das Oberhaupt und der Körper bilden zusammen einen hoch entwickelten Organismus, der nach Vertikalisierung und nach oben gerichtetem Wachstum strebt. Wenn in der Beziehung oder Organisation die Notwendigkeit des Oberhaupts nicht akzeptiert wird, wird eine solche Struktur horizontal und neigt dazu, die Form eines Kreises gleicher Menschen anzunehmen. Sie erweitert sich waagerecht, entwickelt jedoch keine höheren menschlichen Funktionen. In einer solchen Struktur kann man meistens dennoch die führende Person identifizieren, ihre Führung ist aber heimlich und manipulativ, ohne die informierte Zustimmung aller Mitglieder des Kreises. Der Mensch ist ein Beispiel für eine höhere, geleitete Struktur; Amöbe ist ein Beispiel für die niedrigste, bei der von allen Funktionen des Kopfes nur die Aufnahme von Nahrung präsent ist und jeder Punkt des Körpers sie ausführen kann.
Opfer
Der Begriff des Opfers spiegelt sich auch in Begriffen wie “Opferbereitschaft”, “Selbstaufopferung”, “Opfergabe” und in den Ausdruck “ein Opfer darbringen” und “ein Opfer darbieten” wider. Im russischen liegt die Wurzel dieses Wortes auch in den Begriffen “Mühlsteine”, “essen” oder “fressen” sowie in den verwandten “Priester” und “Priestertum”. Tatsächlich ist das Opfer das, was sich entweder bewusst einem stärkeren oder höheren Wesen hingibt oder jemandem gewaltsam weggenommen wird. Eine Person, die ein Opfer bringt oder weiß, wie man ein Opfer auf ein höheres Wesen überträgt, wird Priester genannt. Der Priester selbst opfert sich seinem Vorgesetzten und da er im Dienst ist, bringt ihm das, was der Vorgesetzter befiehlt oder was ihm freiwillig geschenkt wird. Ein Geschenk oder eine Gabe ist auch ein Opfer. Zu opfern und als Geschenk bringen ist ein und dasselbe. In unseren Texten geht es nur um Opfer als einem bewussten und freiwilligen Akt der Selbstaufopferung oder Aufopferung und niemals um Gewalt. Derjenige, dem das Opfer gegeben wird, wird stärker, so wie ein Wesen nach dem Essen eine erhöhte Kraft empfindet. Die Nahrungsaufnahme bedeutet also auch ein Opfer zu nehmen.
Prana
Prana stellt subtile innerkörperliche Strömungen dar, die nicht nur mit der Aufmerksamkeit und Atmung eines Menschen verbunden sind, sondern auch generell mit jedem Phänomen der Natur oder des Lebens. Zum Beispiel intensiviert sich das Prana der Natur — der Luft — nach dem Regen. Der Mensch kann Prana in seinem eigenen Körper fühlen, wenn er einschläft oder aufwacht, er nimmt auch seinen Feinstoffkörper wahr — einen Prana-Körper, der sich von dem physischen unterscheidet. Das Gefühl der Frische nach dem Schlafen ist auch Prana, sowie das Schweregefühl im Körper, wenn man schläfrig wird. Wir können Prana fühlen, wenn jemand gähnt und unser Körper ihm gähnend folgt. So sind unsere Körper auf der Ebene der Prana-Körper miteinander verbunden. Die Bewegung von Prana wird mehr von den inneren Schichten des Körpers als durch die äußere Berührung empfunden. Das Gefühl eines Anstiegs des Blutdrucks oder der Körpertemperatur ist auch hauptsächlich mit dem Prana-Körper verbunden, der unter dem Einfluss eines Ungleichgewichts entweder erregt oder umgekehrt inert werden kann. Letzteres führt dann dazu, dass der Mensch eine Ermattung verspürt. Aus dem Sanskrit übersetzt bedeutet Prana die “pra-Materie” — die primäre, feinste Materie, eine Verbindung zwischen der Seele und dem physischen Körper, die in direktem Zusammenhang mit der Atmung des Menschen steht.
Prinzip
Das Prinzip — der Anfang oder Ursprung, kommt vom lat. Prima — das erste, Principium — das Allererste. Da alles im Himmel beginnt — in der subtilen Welt — wird das Wort Prinzip — der Anfangsprinzip — am häufigsten verwendet, um ein Postulat oder eine Aussage zu bezeichnen, auf deren Grundlage wissenschaftliche Theorien und Gesetze, rechtliche Dokumente oder Verhaltensnormen in der Gesellschaft erstellt werden. Natürliche Prinzipien werden von Wissenschaftlern als Naturgesetze entdeckt, als die nicht vom Menschen abhängende Gesetzmäßigkeit, als bedingte Prinzipien, die der Mensch für sich selbst akzeptiert. Ein Beispiel für ein Naturprinzip ist das Prinzip der Alleinverantwortung, nach dem die ganze lebendige Natur aufgebaut ist. Ein künstlichles oder bedingtes Prinzip ist das Prinzip der Gleichstellung der Geschlechter, das die sozialen Regeln festlegt, nach denen sich Menschen verhalten müssen.
Rationalität
Rationalität (aus dem Lateinischen. Ratio — Erwägung, Vernunft) ist ein Begriff der im weitesten Sinne die Rationalität, Sinnhaftigkeit, das Gegenteil von Irrationalität bedeutet. Im speziellen Sinne ist dies ein Merkmal des Wissens hinsichtlich seiner Entsprechung zu bestimmten Denkprinzipien, wenn die Logik auf einem bestimmten Maß beruht — einem Wesenskern oder einer unveränderlichen Konstante, die das System bestimmt, in dem die Logik der Rückschlüsse, Schlussfolgerung oder Entscheidung entwickelt wird. Rationalität ist mit solchen Begriffen wie Zweckmäßigkeit (Entsprechung einer Zielvorstellung oder einem Wesenskern) oder Gültigkeit (Vorhandensein einer unveränderlichen Konstante) verbunden.
Realität
Das russische Wort “real'nost” (“Realität”) besteht aus den Wurzeln “real” und “nosit” (“tragen”). Die Wurzel “real” kann wiederum in “re” und “al” geteilt werden. “Re” bedeutet “zurück”, “zurückkehren”, “wieder”, “wiederholen” und so weiter. “Al”, übersetzt aus dem Altgriechischen, bedeutet “göttlich”, “himmlisch”, “subtil”. Daher bedeutet “real'nost” — Realität — einen sich ständig wiederholenden Träger oder ein Medium göttlichen Ursprungs. Realität kann man auch Tatsächlichkeit nennen — von lat. realis — “real” oder “materiell” — was die Realität als etwas bezeichnet, wo man tätig sein kann. Mit anderen Worten, wenn wir mitten in etwas handeln können, werden wir in dessen Realität sein. Wenn wir beispielsweise innerhalb einer Struktur oder Organisation der Menschen agieren können, werden wir über die Realität dieser Organisation sprechen. Wenn wir im wissenschaftlichen Bereich agieren können, werden wir über die Realität der wissenschaftlichen Welt sprechen. In dieser Hinsicht wenn wir irgendeine Aktion ausführen wollen, müssen wir definitiv wissen, in welcher Realität wir es tun werden. Um die Grundtypen der Realität zu identifizieren, verwenden wir den LiveDevice-Ansatz. Gemäß unserem Ansatz hat jedes natürliche Phänomen seinen Platz in der Bandbreite einer natürlichen Messlatte — der gesamten Körpergröße des Menschen. Auf dieser Messlatte unterscheiden wir drei Segmente — drei Realitäten göttlichen Ursprungs, die es einem Menschen als Subjekt ermöglichen, zu handeln und das entsprechende Ergebnis zu erzielen: 1. Die höchste Realität — die Realität des Denkens — die Gewinnung der Erkenntnis und des Selbstwertgefühls. 2. Die innere Realität — die Realität des Fühlens — die Aufnahme innerer Kräfte und Fähigkeiten. 3. Die äußere Realität — die Realität der Handlung — die Erschaffung materieller Werte und Image. Genauso wie eine Handlung kann ein Problem nur in einer der drei Realitäten existieren, und es muss auch mit Mitteln gelöst werden, die dieser Realität entsprechen. Durch die Mitteln einer anderen Realität kann es nicht gelöst werden.
Reife
Um etwas zu reifen, sei es eine Frucht oder ein Mensch, ist der Einfluss von zwei Kräften notwendig, die als Licht und Dunkelheit bezeichnet werden können. Das Licht beeinflusst das reifende Objekt von oben und die Dunkelheit von unten und von den Seiten. Diese Reifungsfaktoren können auch als Rod und Natur, Feuer und Wasser, Tag und Nacht, Vater und Mutter bezeichnet werden, je nachdem, was genau der Reifung unterworfen wird. Der höhere Aspekt verstärkt den Wesenskern — den Inhalt des gereiften, der niedrigere Aspekt verstärkt seine Form. Wobei der Wesenskern gezündet und die Form gesättigt wird. In einem reifen Objekt dominiert der Wesenskern über die Form, während in ihrem Gegenteil — bei der Unreife — die Form über dem Wesenskern dominiert.
Ritual
Ein Ritual ist eine Handlungsweise im Dienst Gottes — des höchsten Wesens — oder ein Opfer für höhere Kräfte. Gleichzeitig kennen wir Wörter wie “Rhythmus” oder “Rhetorik”, “Kritik”. In allen sehen wir die gleiche Wurzel “rit”. Im Grunde bedeutet dies die Reihenfolge oder Fluss des einen nach der anderen, was einen bestimmten Prozess darstellt. Wenn wir aber “Ritu-al” sagen, bedeutet das am Ende stehende “al” “göttlich”, “himmlisch”, “subtil”. “Ritual” ist also die Reihenfolge der Handlungen, die für das Höhere, Göttliche, Subtile bestimmt sind.
Rod
Der Begriff “Rod” lässt sich nicht so leicht aus dem russischen übersetzen, da der in ihm erhaltene Sinn in anderen Kulturen noch mehr in die Vergessenheit geraten ist und die entsprechende Wörter praktisch nicht mehr existieren oder ihre Bedeutung verloren haben. Rod ist im russischen in den Begriffen wie “Eingeborener”, “Verwandter”, “Mutterland”, “Geburt” enthalten. Das Wort kann von der alten Wurzel ordъ — “wachsen”, “steigen” oder ortho — “gerade stehender”, “aufstehen”, “steigen” stammen. Es ist auch bekannt, dass Rod der slawische Gott ist, der Schöpfer der Welt und der Vater der ersten Generation der hellen Götter-Väter. Er ist die Ursache aller Ursachen, der Gründer und das Wesen des Universums, der Licht und Dunkelheit geschaffen hat. Diese Wurzel ist noch im deutschen in Begriffen wie “roden”, “ausroden” oder auch “Rod” im Sinne von “Stiel”, “Schaft” und im englischen als “rod” im Sinne von “Symbol der Macht, oder Autorität” oder auch in “lightning rod” — “Blitzableiter” zu treffen. Sinngemäß könnte man es auch mit dem Begriff “Ahnenstamm” in Verbindung bringen. Unter Berücksichtigung der obigen sollte man die Frage “Welchen Rodes bist du?” als “Wessen Art von Gott stammst du ab?” verstehen. Dies zeigt auch die Existenz vieler Götter, die vom Hauptgott angeführt werden — dem Gott einer menschlichen Art. Deshalb verstehen wir die Bedeutung des Begriffes Rod als Gott, der Geist, der sich in der stofflichen Welt durch seinen Repräsentanten manifestiert — den Menschen. Diese Bedeutung erklärt auch den Begriff der Clanstruktur einer Familie oder eines Staates, in dem ein Mann, der Nachfolger des Clans (seines Gottes) oder der König der Stellvertreter des höchsten Gottes auf Erden ist.
Sinn
Der Sinn ist das Höchste, was einen bewussten Menschen motiviert, weiterzuleben, zu handeln, Beziehungen aufzubauen, Kinder zu erziehen, etwas für andere Menschen herzustellen, Eigentum anzusammeln und so weiter. Dieser Begriff im Russischen besteht aus den Lauten “s”-“m”-“s”-“l”, wobei “s” “zusammen mit etwas zu sein” bedeutet, in diesem Fall — mit Gedanken. “m” ist Materie, die etwas empfängt und in sich trägt. “l” heißt “höher”, “aus der höheren Welt” oder “göttlich”. Durch diese Lautenkombination kann man verstehen, dass “Sinn” ein höheres Wesen ist, welches in mehrere Hüllen gekleidet ist und aus drei Tönen “SMS” besteht, wie die Abkürzung SMS — short message service — Kurznachrichtendienst. Den Sinn zu verstehen heißt, ein Wesen aus einer höheren Realität wahrzunehmen und eine Botschaft von ihm zu erhalten.
Status
Der Status bestimmt entweder die Position oder den Zustand des Objekts. Die Position kann innerhalb einer bestimmten zentralisierten oder hierarchischen Struktur bestimmt werden. Der Zustand ist durch einen bestimmten Bereich von internen oder externen Fähigkeiten eines Objekts oder Systems zu einem bestimmten Zeitpunkt gekennzeichnet. Ein Beispiel für eine Position kann die Position eines Mitarbeiters innerhalb seiner Organisation sein, ein Beispiel für einen Zustand ist der Zustand eines Patienten während der Behandlung. Der Begriff “Status” ist nur anwendbar, wenn sich in der Struktur oder im Bereich ein Bezugspunkt befindet.
Subjekt
Das Subjekt ist ein aktives, selbstbewusstes Wesen, eine Seele, die sich nicht nur der Außenwelt, sondern auch ihren eigenen Zuständen widersetzt und sie als Objekt betrachtet. Dieses Konzept stammt aus dem lateinischen “subjectum” und legt nahe, dass alles, was existiert, einen lebendigen Kern hat — den Geist. Ein Mensch kann sich mehr als andere Lebewesen, ob Tiere oder Pflanzen, als Wesen, Geist und Seele bewusst sein. Die Erforschung des Subjekts findet in der modernen materialistischen Wissenschaft praktisch nicht statt. Außerdem wird das Subjekt nicht als ihre Hauptkomponente anerkannt, ohne die die Wissenschaft selbst ihren Sinn verliert. Der Aufbau der Forschung, beginnend mit dem Subjekt und weiter, das heißt das Erlangen von Wissen durch die direkte Erfahrung des Subjekts, sein Bewusstsein und seine Sinne, wird es der Wissenschaft ermöglichen, im Dienst der Menschheit zu stehen und den Menschen nicht zum Diener von Maschinen und Computern zu machen, wie es heutzutage geschieht.
System
Ein System ist eine Vielheit, die durch einen Hauptkern (ein Kern, ein Wesen) vereint ist. Da jeder Hauptkern als inhärente Eigenschaft einen lichten Ursprung und ein Bewusstsein hat, führt er Ordnung in viele Elemente ein, die sich infolgedessen um diesen Hauptkern und für ihn herum organisieren. Jedes System ist eine eigene Welt, die seiner Sonne — dem Kern (dem Wesen) untergeordnet ist. Somit ist ein System eine geregelte Vielzahl untergeordneter Elemente das für das Hauptelement existiert, das die Qualität des Kerns hat und der Anfang, die Quelle, der Ursprung und der Sinn des Systems ist.
Systemanalyse
Ein System ist eine Vielheit der Elemente, die durch einen Hauptkern geordnet sind. Die Analyse im Griechischen bedeutet “Zersetzung”, “Auflösung”. Infolgedessen ist die Systemanalyse die Zerlegung des Systems in seine Bestandteile bis auf den Hauptkern. Systemanalyse wird verwendet, um Systeme zu verstehen und die optimale Lösung für ein bestimmtes Problem oder eine bestimmte Aufgabe zu finden.
Tradition
Tradition ist das was von Vorfahren — früheren Generationen — weitergegeben wird. Es kam aus dem Wort traditio — “Übertragung”, “übertragen”, “Überlieferung”, “Überreichung”, “Erbe”. Kaum würde sich dieser Begriff auf etwas beziehen, was einfach zurückgelassen wird. Es hängt mehr mit dem zusammen, was bewusst als etwas Wichtiges an die zukünftige Generationen übergeben wird. Heutzutage glauben die meisten Menschen, dass es eine völlig andere Zeit sein wird, wenn ihre Kinder und Enkel leben, und deshalb ist es für sie überhaupt nicht wichtig, was für ihre Eltern und Großväter wichtig war. Aber letztendlich kann so nur derjeniger denken, der nichts Wesentliches geschaffen hat, was auf ewigem Sinn und Werten beruht. Die Architektur, die uns die alten Meister hinterlassen haben, ist nicht nur immer noch relevant — niemand kann sie nachahmen, und deshalb ist ihr Wert viel höher als der der modernen Häuser. Dies gilt auch für Materialien, die unsere Vorfahren bearbeiteten. Heutzutage kann niemand einen solchen Ziegelstein herstellen, denn die Tradition ist verloren gegangen, und zusammen mit ihr haben wir große Werte verloren, die den modernen Menschen sehr helfen könnten.
Transformation
Transformation ist ein Begriff der aus “Trans” und “Formation” besteht und sowohl die Veränderungen umfasst die sich in der Form ergeben und zu einem neuen Zustand führen als auch den Prozess des Übergangs selbst. Auf die eine oder andere Weise hängt eine Form immer vom Kern ab und ändert sich ihm entsprechend. Dies kann jedoch entweder unter dem Einfluss des eigenen Kerns oder vieler Fremden geschehen. Im ersten Fall ist die Form nützlich für den eigenen Kern, im zweiten Fall entsprechen ihre Transformationen nicht ihren nativen Kern, deshalb helfen sie ihm nicht, und der ursprünglicher Kern verschwindet — er verlässt die Realität, in der die gegebene Form existiert. Auf verschiedenen Ebenen des Lebens, in seinen verschiedenen Fraktalen, gibt es universelle Paare vom Kern und der Form — Sinn und Erscheinung, Verstand und Emotionen, Geist und Körper, Mann und Frau. Die Erscheinung verwandelt sich unter dem Einfluss vom Sinn, Emotionen — unter dem Einfluss des Verstandes, der Körper — unter dem Einfluss des Geistes, die Frau — unter dem Einfluss des Mannes. Der Kern hingegen kann nicht unter dem Einfluss der Form transformiert werden, er kann nur aufflammen, wenn die Form ihm entspricht, oder erlöschen, wenn die Form versucht, ihn zu dominieren, indem sie sich unter dem Einfluss fremder Kerne transformiert. Wenn die Erscheinung über dem Sinn dominiert, wird der Sinn ausgeblendet, aber nicht transformiert. Wenn Emotionen den Verstand beherrschen, verblasst der Verstand, verändert sich aber nicht. Wenn der Körper den Geist beherrscht, schwindet der Geist, aber er verwandelt sich nicht. Wenn eine Frau einen Mann dominiert, wird der Mann schwächer, verwandelt sich aber nicht.
Untergeordnete
Das Konzept einer untergeordneten Person hat nur das Recht zu existieren, wenn es einen Vorgesetzten gibt, dem persönlich oder seiner Struktur derjenige sich anschliesst, der untergeordnet sein wird. Dieses Konzept ist besonders relevant für die Beziehungen zwischen den Geschlechtern, bei denen ein Mann unter natürlichen Bedingungen die Funktion eines Vorgesetzten und eine Frau — eines Untergeordneten ausüben. Bei matriarchalischen Beziehungen bezeichnet keiner der Teilnehmer eine Frau eindeutig als Vorgesetzten, da ihre Führung des Mannes einen manipulativen Charakter trägt, was von beiden Seiten üblicherweise nicht wahrgenommen wird. In organisierten Strukturen von Menschen sind Wissen, Erfahrung, Fähigkeiten und andere Eigenschaften wichtiger, um den Status einer Person als Vorgesetzter oder Untergeordneter zu bestimmen, während das Geschlecht der Menschen eine sekundäre Rolle spielt.
Ursprung
Der Ursprung ist ein ausstrahlender Punkt, ein Ausgangspunkt dem eine bestimmte Kraft entspringt. Dieser Begriff im Russischen hat auch die gleiche Wurzel mit dem Wort “Wahrheit”. Dementsprechend ist der Strahlungspunkt immer das Wesen, der Geist, ob es sich nun um das Wesen einer Quelle handelt, aus der reines Wasser ausströmt, oder um das Wesen eines Glühwürmchens, das in der Nacht sein Licht ausstrahlt. Die Umwelt mag die Ursache von etwas sein, aber sie kann nicht der Ursprung sein, da es sich um etwas Vielfältiges und daher Absorbierendes handelt, das nichts strahlt. Die Sonne ist der Ursprung, da sie Energie von einem Punkt ausstrahlt. Licht kommt immer von einem Punkt, Dunkelheit kommt immer von überall und hat daher keinen Ursprung. Wenn wir “Ursprung” sagen, meinen wir meistens entweder Licht oder etwas Gutes, das von einem Lichtwesen als Geschenk ausgeht.
Vorgesetzter
Ein Vorgesetzter ist eine Person, die in einer Beziehung entweder näher am Zentrum — für eine zentralisierte Struktur — oder auf einer höheren Ebene — für eine hierarchische Struktur — steht. In diesem Fall impliziert unsere Definition nur den freiwilligen Charakter der Beziehung zwischen Menschen oder zwischen einer Person und einer Struktur von Menschen. Wenn sich eine Person mit der Bitte an eine Organisation wendet, in diese Struktur aufgenommen zu werden, erhält sie auf die eine oder andere Weise einen Vorgesetzten, dem sie gehorchen muss und dem sie gehorchen wird. Eine Alternative zu dem Konzept von dem Vorgesetzten und den Untergeordneten in zwischenmenschlichen Beziehungen ist die Gleichheit. Gleiche Beziehungen können jedoch nicht natürlich sein. Wenn sie sich selbst überlassen sind, werden sie auf einer langen Sicht nicht existieren können. Um Stabilität und langfristige Gleichberechtigung zu gewährleisten, muss diese Beziehung notwendigerweise von einem Dritten geregelt werden, der für beide Parteien eine Vorgesetztenrolle spielt. Was gleichzeitig bedeutet, dass ohne einen Vorgesetzten eine Beziehung grundsätzlich nicht möglich ist.
Wahrheit
Die Wahrheit ist etwas was ist, was existiert, was das Wesentliche ist. In allem Seienden wohnt eine Wahrheit inne, die ewig ist. Die Wahrheit, das Dasein und das Wesen ist ein und dasselbe, da das Wesen der Form die Existenz gibt. Im Gegensatz zum Wesen ist die Form etwas was falsch, das heißt leer ist, sie gibt keine Existenz, sondern nimmt sie und existiert auf Kosten des Wesens. “Zu essen” ist mit dem “zu sein” verwandt — es ist und es isst. Sie scheinen nur Homonyme zu sein, aber eines haben sie gemeinsam: in dem einen und anderen Fall fühlen wir uns besser, wir stärken unsere Existenz — geistig und körperlich. Wenn wir essen, jagen wir nach dem Wesen der Nahrung, das unserem Körper den größten Wert verleiht. Nachdem wir sie erhalten haben, fühlen wir uns im Körper besser, und der Körper ist bereit, mehr von seinen Fähigkeiten zu zeigen. Leeres Essen ist für unseren Körper nicht interessant. Als Seelen versuchen wir auch, eine reinere Wahrheit zu erkennen — das Wesentliche — sodass sich die Seele besser fühlt und sich höher erhebt. An den Informationen die leer oder von geringem Wert sind, sind wir auch nicht interessiert. Indem wir die höchste Wahrheit akzeptieren, stärken wir unser himmlisches Dasein — uns als Seele. Indem wir materielle Nahrung annehmen, stärken wir unsere irdische Existenz — uns als Körper.
Wesen
Ein Wesen ist ein “seiender, existierender Kern”, die sich im Medium Luft bewegt und eine leichte und bewegliche Dichte hat, ähnlich wie der Wind.
Yoga
Derzeit dominiert ein inkorrektes oder eingeschränktes Verständnis von Yoga als einem Komplex von physischen Körperübungen und Atemtechniken. Tatsächlich stammt der Begriff Yoga aus der Wurzel von “Yudzh” im Sanskrit und bedeutet “Verbindung”. Viele Sprachen enthalten Wörter die in Bedeutung und Klang ähnlich sind: im englischen “yoke” und im deutschen “Joch”, im russischen “igo”. Das richtige Verständnis des Begriffs Yoga ist der Prozess, bei dem der Geist des Wissenden durch Aufmerksamkeit mit dem verbunden wird, was ihn interessiert. Yoga und Meditation sind in der Tat ein und dasselbe, sodass alles, was in unseren Texten über Meditation geschrieben steht, auch auf Yoga übertragen werden kann.
Zentralisierung
Die Zentralisierung ist das Prinzip der souveränen Führung durch einen Führer welcher der Initiator einer Zielsetzung oder eines Projekts ist. Unser Körper wird autokratisch von unserer Persönlichkeit kontrolliert, wir fahren autonom ein Auto, und die ganze natürliche Welt lebt nach diesem Prinzip, bei dem jeder von einer größeren Kraft geführt wird als er, berücksichtigt ihre Anwesenheit und ihr gehorcht. Die Zentralisierung bedeutet eine zentrifugale Bewegung — von der Mitte zur Peripherie — heißer vitaler Strömungen einer homogenen Kraft, die das Recht eines Führers begründet, sowie zentripetale Bewegung — von der Peripherie zur Mitte — kühler, vitaler, vielfältiger, nährender und stärkender Strömungen die alles verdichten und stärken. Das Prinzip der Dezentralisierung, Gleichheit oder Gleichberechtigung ist das Gegenteil des Prinzips der Zentralisierung und nimmt hierarchisch eine niedrigere Position ein, da es sich mehr auf die äußere soziale Realität bezieht. Im Gegensatz zu ihm regiert das Prinzip der Zentralisierung in der Realität der Natur, die nach dem Maßsystem des menschlichen Körpers — des LiveDevice — auch unsere innere Realität einschließt.
Ziel
Das Ziel ist das, was erreicht werden muss. Dieser Begriff sowohl im Russischen als auch im Deutschen besteht aus “Zi” und “el”. “Zi” bedeutet “das”. “El” ist die Wurzel, die die europäischen und östlichen Sprachen buchstäblich durchdringt, da sie einen Sinn hat, der auf etwas Höheres oder Göttliches hinweist. Das Ziel ist somit ein Hinweis auf ein höheres Wesen, das erreicht werden muss. Das Ziel impliziert nie etwas Niedriges oder nicht Göttliches. Einen Feind zu besiegen der die Kultur und das Volk bedroht stellt für einen Menschen ein höheres Ziel dar, welches auf die Notwendigkeit dieser Handlung hinweist. Das Töten einer nervigen Fliege dagegen kann bei weitem nicht als Ziel bezeichnet werden, da es nicht auf die Verstärkung und Unterstützung eines göttliches Wesens hinweist, sondern lediglich auf ein persönliches Anliegen — also auf ein persönliches Wesen. Viel Geld zu verdienen ist auch unser persönlicher Wunsch, und nicht unser Ziel. Ein Ziel ist nur das, was der Himmel oder eine Wesenheit aus der höheren Welt will, durch die Verbindung, mit der ein Mensch ein Ziel setzen kann. Das Ziel verlangt einem Menschen eine Leistung, Selbstaufopferung ab. Im Gegenteil zu dem erfordert die Erfüllung eines Wunsches kein Opfer vom Individuum, mehr noch — es entspannt ihn sogar und gibt Vergnügen. Die Unterscheidung zwischen dem Ziel und einem persönlichen Wunsch hilft uns bei den Entscheidungen, die entweder auf ein Ziel oder auf einen Wunsch beruhen können. Ein Bedürfnis oder Begehren aus lebenswichtigen Notwendigkeiten soll man auch von einem Wunsch unterscheiden. Bedürfnis, Wunsch und Ziel zeigen die drei Realitäten, in denen der Mensch lebt: äußere, innere und höhere.